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Wenn der Kater wieder mal auf dem Plattenteller liegt...DJ Tayler
Jeden Sonntag Abend von 20.00 Uhr bis 22.00 Uhr gibt euch ein DJ aus dem Saarland ordentlich was auf die Ohren. Er präsentiert euch aktuelle Tracks in seiner Sendung die „Housecore MAG“. Doch auch Classics sind bei ihm an der Tagesordnung. Um seine abwechslungsreiche Show noch ein wenig aufzupeppen, gibt es für euch dazu noch Infos, Grüße und Wünsche.
Die Rede ist von DJ Tayler...seid gespannt und seht nun weiter, was es über DJ Tayler noch so zu erfahren gibt.
Hallo Tayler, wir bedanken uns bei dir, dass du dir die Zeit nimmst, mit uns in der Form eines Interviews zusammen zu arbeiten. Wir sind nun gespannt auf deine Antworten und wünschen unseren Hörern viel Spaß beim Lesen.
Was war für dich der entscheidende Grund DJ zu werden? Gab es da ein besonderes Erlebnis, dass dich auf die Idee gebracht hat, DJ zu werden? Oder gab es eine Person, die als Vorbild fungiert hat und dich inspiriert hat diesen Weg zu gehen?
Also um die entscheidende Frage zu beantworten, mir gefiel die Musik nicht die gespielt wurde, also wollte ich das selber in die Hand nehmen. Die Idee das selber zu machen, kam dadurch dass im Radio die Lieder immer etwas in einander gelaufen sind... am Anfang und am Ende. Das wollte ich auch machen und habe mit einem Plattenspieler, einem Kassettendeck und einem Verstärker, der durch drücken zweier Knöpfe beides gleichzeitig spielen konnte, meine eigene "Sendung" zu Hause gemacht.
Tillmann Uhrmacher hatte damals Anfang der 90er die Sendung “Maximal” und somit einen Meilenstein gesetzt, was elektronische Musik im Radio anging. So was gab es vorher noch nicht. Das hat mich inspiriert und sehr stark beeinflusst. So habe ich mich dieser Musik völlig und ganz hinzugeben und ich habe die Entwicklung von damals bis heute live miterlebt. Tillmann Uhrmacher war sozusagen mein Anstoß mich mit der Musik auseinanderzusetzen. Als dann angefangen wurde zu mixen, wollte ich das auch können und habe es mir selber beigebracht mit den einfachen Mitteln die ich damals als Kind hatte.
Das erste Mal vor Publikum zu stehen und aufzulegen war bestimmt ein besonderer und unvergesslicher Moment. Wo hast du zum allerersten Mal als DJ aufgelegt? Ist der Gig so verlaufen, wie du es dir vorgestellt hast?
Meinen ersten Auftritt hatte ich 1994 auf einem Schülerball in einer Halle. Damals lief da noch gemischte Musik und ab 20 Uhr gab es dann Techno! Die Leute haben gefeiert, dass weiß ich noch, mit Papieranzügen, Gasmasken, bunten schrillen Klamotten und ganz wichtig: Trillerpfeifen.
Die elektronische Musik bietet eine Vielzahl von Musikrichtungen und -stilen. Welches Genre ist zu deinem Favorit geworden und warum hast du dich gerade dafür entschieden?
Als Favoriten habe ich mehrere Genres. Da wären Progressive House, weil es so schön füllig und eine gute Mischung aus Trance und House ist, schönen strammen Elektro House und ganz wichtig: Breakbeat. Da kann ich mich so richtig ausleben und viele Elemente sind da in einem vereint. Das Beste daran is natürlich der schöne tiefe Bass, der schon so manche Club PA an ihre Grenzen gebracht hat. Und Breakbeat ist sozusagen zu meinem Erkennungsmerkmal geworden und zieht sich durch mein gesamtes DJ Dasein.
Gab es in deiner Laufbahn als DJ eine Peinlichkeit, an die du gar nicht mehr gerne zurück denkst? Oder eine, über die du heute nur noch schmunzeln kannst?
Oha, die gibt es. Vom Hängenbleiben an der Nadel im vollen Club, die falsche Seite einer Platte gespielt oder auch das plötzlich gar nichts mehr ging, weil die Tontechniker die Endstufen falsch eingestellt haben und nicht mit soviel Bass gerechnet haben.
Du wohnst in einem kleinen Bundesland...im Saarland. Genauer gesagt in der Landeshauptstadt Saarbrücken. Was schätzt du persönlich an deiner Heimat? Was gefällt dir dort besonders gut?
Wenn man hier wohnt, weiß man warum. Um es auf den Punkt zu bringen, das Saarland ist wie ein großes Dorf. Jeder kennt jeden, und wenn nicht, kennt ein Bekannter denjenigen. Ich schätze es auch sehr das ich hier die Möglichkeit hatte im Rundfunk bei 103.7 Unser Ding (Saarländischer Rundfunk / ARD) fünf Jahre lang Samstags Abends in der Sendung Nachtclub meine Musik präsentieren zu dürfen. Einfach die Menschen die hier leben sind ein nettes Volk.
Von Saarbrücken aus, ist es ja nur noch einen Katzensprung bis rüber in unser Nachbarland Frankreich. Hast du dort auch schon einmal aufgelegt? Und wenn ja, wo ? Wie bist du zu diesem Gig gekommen?
In Frankreich war ich schonmal auflegen, weiß aber nicht mehr wo das war und wie es dazu kam.
„Katzensprung“...das Wort aus der letzten Frage ist die perfekte Überleitung zur nächsten. Du hast Haustiere...einen Kater und eine Katze. Wie bist du auf die „Katze“ gekommen?
Ja die "faulen" Tiere, die geben einem ein gutes Gefühl, wenn man nach Hause kommt und sie umringen mich auch immer, wenn ich Sendung mache oder produziere. Ein sehr guter Freund nennt sie liebevoll “Vinyltiere”, weil sie sich gerne im Plattenkoffer oder ins Plattenregal setzen und dort schlafen. Mein Kater moderiert auch ab und zu während meiner Sendung mit, wenn ihm danach ist.
Um noch mal zur Musik zurück zu kommen. Welche Meinung und Gedanken hast du zur folgenden Frage: Worin liegt deiner Meinung nach, die Zukunft der Dance- und Housemusic? Kann man da schon Prognosen stellen und gewisse Dinge absehen?
Ich nenne es lieber elektronische Musik, da es sehr viele Styles gibt und nicht nur Dance und House. Ich denke das man unterscheiden sollte zwischen dem Pop - Danke – Gedudel, was im Radio und leider in vielen Clubs gespielt wird, und richtig guter elektronischer Musik, die nicht so der Einheitsbrei ist. Kommerzielle Musik gab es immer und wird es auch immer geben. Ich persönlich finde es sehr schade, dass viele DJ's sich nicht mehr die Mühe machen und Musik suchen, sondern sich nur noch der breiten Masse hingeben. Durch diese Einfallslosigkeit geben viele dem ganzen einen Overkill und die Musik wird zum Einheitsbrei. Die Zukunft denke ich wird viele Styles miteinander vermischen. Nur hat einiges nichts mehr mit dem eigentlichen Gedanken der Musik zu tun, sondern nur noch Dollarzeichen. Ich denke man sollte lieber neues kreieren, als ständig immer alt bewährtes immer wieder und wieder zu erneuern.
Wie lange bewegst du dich schon als DJ in der Szene? Was für Projekte hattest du bisher? Arbeitest du gerade an einem?
Als DJ in der Clubszene seit 1996 kann man sagen, mitbekommen habe ich es von Anfang an. Meine Projekte waren ein paar Remixe und aktuell meine Platte “Gods Love”. Ich arbeite mit meinem Kollegen xSaid zusammen und am 15ten März kommt dann seine EP mit einem Remix von mir in die Verkaufsportale. Die EP nennt sich Rolling Night Train. Wir bauen aber schon an der nächsten Nummer, also es bleibt spannend.
Jeder DJ ist so unterschiedlich, wie der Mensch, der da hinter steht. Wie sieht es bei dir aus? Bist du eher ein ruhiger DJ oder einer, der bei der Musik mittanzt und mal einen witzigen/lockeren Spruch auf den Lippen hat?
Ich lebe meine Musik beim Auflegen im Club. Ich bin danach mindestens genau so fertig, wie die Menschen im Club. Das Reden oder Moderieren im Club wird bei uns nicht gemacht, weil es eher als störend empfunden wird. So was gehört in Großraumdiskotheken und nicht in gute Läden.
Welche Geschichte gibt es bei dir zu berichten, wie du zu 54house.fm gekommen bist? Was schätzt du an der Arbeit beim Sender am Meisten?
Ich wurde von der dcmedia.de gezwungen hier mitzumachen. Da wir uns schon fast zehn Jahre kennen und ein geeignetes Radio gefunden werden wollte, wo ich meine Styles in zwei Sendungen ausleben kann, bin ich nun seit fast zwei Jahren hier mit dabei. Wer also mal etwas völlig anderes hören will ist gerne Sonntags von 20-22 Uhr einladen, der Housecore MAG zu lauschen.
Das Interview wurde von Cany und Dani geführt (Redaktion 54house.fm).

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