Diskotheken wegen GEMA-Tarife vor dem Aus

Zufolge des Deutschen Hotel-und Gaststättenverband müssen viele Clubs und Diskotheken wegen der neuen Gema-Tarife um ihre Existenz fürchten. Nach der geplanten Gebührenerhöhung werden viele Musikveranstaltungen in Gastronomie und Hotellerie nicht mehr finanzierbar sein. Die Gema wolle ab Januar 2013 zwischen 400 und 600 Prozent mehr Gebühren kassieren und nutzen ihre Monopolstellung dadurch aus.
Nach Angaben der Dehoga werden die Gebühren für eine mittelgroße Diskothek von jährlich 28.000 auf 174.000 Euro steigen. Ernst Fischer, Dehoga-Präsident, sagt voraus, dass das existenzgefährdende Erhöhungen sind und die Folgen werden Schließungen der Betriebe sein. Ebenfalls sind Schützenfeste und Karnevalssitzungen davon betroffen.
Anfang April erklärte die Gema, dass die den bisherigen Dschungel der Tarife lichten würde. Ab 2013 soll es nur noch zwei Tarife geben, die „klar, fair und nachvollziehbar und damit überschaubarer für die Nutzer“ sein sollen.
Zwei Größen sind ausschlaggebend für die Berechnung der Gema-Gebühren. Zum einen: die Veranstaltungsgröße, sprich Nutzungsfläche. Zum anderen: die Höhe des erhobenen Eintrittsgeldes. Die Piratenpartei hatte die daraus resultierenden höheren Tarife für Clubs und Diskotheken zuvor bereits scharf kritisiert.
Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) vertritt als staatlich anerkannte Treuhänderin die Rechte von Komponisten, Textern und Musik-Verlegern. Sie nimmt Geld für den Verkauf von CDs oder Musikdownloads, für das Abspielen aber auch von Radiosendern oder Kneipenbesitzern. (Quelle: dpa)
Bildquelle: www.konisto.de

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