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DJ Skyline...zum 1-jährigen bei 54house.fm...das Interview

Jeden Freitag Abend präsentiert euch DJ Skyline zwei Stunden lang die aktuellen House- und Electrohouse-Charts. Um etwas Abwechslung rein zu bringen spielt er ebenfalls auch die angesagtesten Klassiker der Szene.

Mit seiner Show „Warm up 4 Clubbing“ läutet er das Wochenende ein und sorgt für Partystimmung. Da kann das Wochenende kommen!

 


Hallo Patrick, vielen Dank, dass du dir die Zeit für uns nimmst und ein paar Fragen beantwortest. Wir sind gespannt auf deine Antworten und freuen uns auf das Interview mit dir.


Seit September 2006 bist du als DJ unterwegs. Deine Karriere begann direkt nach deiner Schulzeit unter dem Namen „Skyline“. Doch mit „Skyline“ ist nicht die „Himmelslinie“ (engl.) gemeint. Welche Bedeutung hat dein Künstlername und wie bist du zu diesem gekommen?


Nun, die exakte Übersetzung von „Skyline“ bedeutet „Horizont“, ein Horizont kann man sich vorstellen wie das Ende einer Sichtweite. Stellen wir uns vor, wir stehen an einem Strand, schauen auf das Meer hinaus und sehen ganz hinten irgendwo...
Nichts. Das vermittelt einen Eindruck der Endlosigkeit und genau diesen Eindruck möchte ich meinen Hörern auf 54house.fm oder auch den Gästen im Club vermitteln.


Man steht im Club, hört die Musik, sieht die tanzende Crowd und es geht weiter und weiter und weiter, wie eine grenzenlose Party.
Auf den Namen selbst bin ich allerdings ganz anders gekommen. Zum Anfang meiner Karriere, als solche Auftritte, wie bei 54house noch Wunschträume waren, überlegte ich lange, welchen DJ Namen ich mir geben sollte. Ich habe etwas gesucht, dass zu mir passt, dass meine Persönlichkeit und meine Einstellung zur Musik wiederspiegelt.


Letztendlich half mir ein bekanntes Rennsimulationsspiel zu meiner Entscheidung, denn dort gab es ein Fahrzeug mit den Namen „Skyline“. Der Name klang cool, er vermittelte das besagte Gefühl und er war – zumindest damals – einzigartig. Wenn ich heute in einer Suchmaschine nach „DJ Skyline“ suche, werden mir 30 verschiedene Personen ausgespuckt...


Im Jahr 2009 begann DJ Skyline beim Internetradio zu arbeiten. Dabei hast du verschiedene Radiosender kennen gelernt und bist dann im Januar 2011 bei 54house.fm gelandet. Wie ist es zu der Zusammenarbeit mit dem Sender gekommen?


Damals spielten insgesamt drei Faktoren eine ausschlaggebende Rolle, dass ich mein altes Radio verlassen habe und zu 54house.fm gegangen bin. Damals noch unentschlossen, in welche Richtung ich im Radiobereich überhaupt gehen möchte, brachte mich meine Unzufriedenheit überhaupt dazu, mich bei anderen Radiosendern zu informieren. Also suchte ich nach passenden Sendern mit Konzepten, die mir persönlich zusagen würden. Auf 54house.fm wurde ich durch eine Freundin aufmerksam, die damals zu mir meinte, ich solle mich doch einfach mal dort bewerben. Lange habe ich überlegt und gegrübelt, denn hier waren (und sind immer noch) viele große Namen vertreten und ich war mir nicht sicher, ob ich deren Kriterien erfüllen konnte, um auf 54house.fm erfolgreich meine Karriere fortsetzen und sogar steigern zu können. Eines Tages kam, während einer Sendung beim alten Radio, der DJ „deepGroove“ von 54house.fm zu mir, hörte sich meine Sendung an und meinte ebenfalls, ich solle es einfach mal probieren. Gesagt, getan. Meine Bewerbung ging am nächsten Tag raus, ein paar wenige Tage später bekam ich eine Antwort mit der Aussage, dass sie aufgrund eines Aufnahmestopps keine weiteren Bewerbungen mehr annehmen können. Die Enttäuschung war mir ins Gesicht geschrieben, jedoch sollte sich das bald ändern. Es vergingen vielleicht zwei oder drei Tage, als ich im Radiochat von 54house.fm von Pete Simon angeschrieben wurde, das ich die E-Mail mit der Absage als Gegenstandslos ansehen könne und man mich gerne zu einem Casting einladen möchte – aufgrund einer Empfehlung von deepGroove! Das war der Wahnsinn! Das Casting rückte also immer näher, ich war mir zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht sicher, ob ich den Ansprüchen von einem solchen großen Radio gerecht werden könnte, aber ich stellte mich meiner Angst und legte dann vor versammelter Casting- Crew auf. Schweißausbrüche, einen Mixing-Fehler, stottern vor Nervosität – all das ist mir leider nicht erspart geblieben und ich sah die erneute Absage schon direkt vor Augen, es kam jedoch ganz anders: Nach dem Casting bekam ich mitgeteilt das ich, anders als üblich, sofort eine feste Show im Sendeplan bekommen soll – Warm Up 4 Clubbing.


Am 30.12.2011 gibt es eine Sendung zusammen mit deinem Kollegen DJ Sehba. „Annual Megamix 2011“ ist eine vierstündige Sendung, die alle Highlights des Jahres präsentiert. Welcher Track war für dich im Jahr 2011 der Favorit?


Puh, das ist eine wirklich sehr schwierige Frage, da sehr viele großartige Tracks erschienen sind. Aber ich denke mein persönliches Highlight stammt von dem jungen Produzenten Tim Bergling, besser bekannt als „Avicii“ mit seinem Track „Levels“. Ein echtes Brett.


Mit DJ Sehba stehst du im regelmäßigen Kontakt, daher ist ja auch die Idee einer gemeinsamen Sendung entstanden. Hast du in der Vergangenheit auch schon mit anderen 54house.fm Kollegen zusammen gearbeitet? Oder kannst du dir weitere Zusammenarbeiten vorstellen?


Bisher gab es leider noch keine direkte Zusammenarbeit mit einem anderen Kollegen. Naja, zumindest wenn man es genau nimmt. Denn andererseits habe ich zusammen mit den „Psychonautn“ eine Sendung gestaltet, die ihre damals frisch produzierte Single promoten wollten. Wer sich schon länger mit 54house.fm auseinander setzt und sich dort regelmäßig die Shows angehört hat, der wird wissen dass die Psychonautn vor meiner Zeit ebenfalls Mitglied des Radios waren. Und dreimal dürft Ihr raten, welche Show die beiden damals hatten – Richtig, Warm Up For Clubbing! Ob ich mir weitere Zusammenarbeit vorstellen kann? Auf jeden Fall! Vor allem würde es mich freuen, wenn es zu einem Auftritt in dem Club von Frank Burns und BuzzMain kommen würde, dem Club54. Am besten noch zusammen mit möglichst vielen der anderen DJs von 54.


Deine Show „Warm up 4 Clubbing“ ist mittlerweile ein fester Bestandteil des 54house.fm-Sendeplans. Doch was bedeutet für dich deine Sendung? Was gefällt dir besonders daran?


Wer mich persönlich kennt, der weiß, dass die Musik und die damit verbundene Show bei mir sehr weit oben steht. „Warm Up 4 Clubbing“ ist ein fester Bestandteil meines Terminplans. Wenn ich beruflich, sowie privat etwas plane, berücksichtige ich immer, dass ich freitags meine Show machen kann. Wenn ich bei einem anderen Radio damals eine Sendung gemacht habe, war es einfach nur eine Sendung. Eine einzelne von vielen, nichts besonderes, nichts Großartiges. „Warm Up 4 Clubbing“ jedoch ist da ganz anders, es ist mein persönliches Markenzeichen geworden, es ist einfach MEINE Show, die innerhalb von fast einem Jahr weltweit ihre Anhänger gefunden hat. Das Tolle an dieser Show ist die Uhrzeit und die musikalische Freiheit, die mir damit offen steht. Hier kann ich ruhig anfangen, mich langsam steigern und zum Schluss den Höhepunkt ansetzen oder ich kann gleich am Anfang mit clubbigen Sounds beginnen, um schneller meine Hörer in Partylaune zu bringen.


Zur Zeit arbeitest du an einem neuen Projekt mit dem Namen „Xclude“. Was können wir denn von diesem Projekt erwarten?


Xclude ist ein reines Musikprojekt. Kein DJ, kein Moderator , der live irgendwo auftreten könnte. Mit Xclude versuche ich ein Projekt auf die Beine zu stellen, mit dem ich clubbingen Progressive House produzieren möchte. Leider musste ich aus zeitlichen Gründen das Projekt vorerst auf Eis legen, aber wie heißt es doch so schön? Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!


Gibt es denn in der Zukunft weitere Planungen für Projekte und Zusammenarbeiten? Oder bist du demnächst noch einmal live auf einer Veranstaltung anzutreffen?


Auf alle Fälle möchte ich das vorhin angesprochene Projekt „Xclude“ wieder aufleben lassen und vielleicht schon im nächsten Jahr die ersten Scheiben auf 54house.fm präsentieren. Ansonsten sieht die Planungsphase bei mir derzeit eher ruhig aus. Ich möchte zuerst einmal das Jahr 2011 in Ruhe ausklingen lassen, um dann mit vollem Elan im nächsten Jahr richtig durchstarten zu können.


Im Grunde stecken in dir zwei Persönlichkeiten, einmal Patrick und einmal DJ Skyline. Welche Eigenschaften gefallen dir an Patrick besonders gut und welche an DJ Skyline?


Patrick und DJ Skyline sind tatsächlich zwei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten, die sich von ihrem Verhalten und ihrer Art sehr unterscheiden. Privat bin ich ein selbstsicherer, junger, pflichtbewusster Mann, der keiner Fliege was zu leide tun könnte. Ich denke die positiven Seiten von mir als Patrick sind meine Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit aber auch Spontanität. DJ Skyline hingegen ist eher der coole Typ, der immer mal einen lockeren Spruch auf der Zunge hat und kein Blatt vor dem Mund nimmt, wenn es darum geht die Stimmung aufzuheizen. Das gute an DJ Skyline ist seine Flexibilität, seine Kontaktfreudigkeit zu seinen Gästen und Hörern und die Offenheit gegenüber Neuem. Er ist immer für eine Überraschung gut, dennoch folgt er eine klare Linie, die ihm zu seinem gesetzten Ziel führt. Dieter Bohlen hat einmal gesagt, er sei wirklich gern Dieter Bohlen. So in etwa geht’s mir auch, ich bin wirklich gerne Ich, ich als Patrick und ich als DJ Skyline. Mit allen Fehlern und Vorzügen, die ich besitze. Ich denke das macht beide Persönlichkeiten so besonders.


Kannst du mal berichten, wie bei dir ein ganz „normaler“ Tag aussieht...als DJ, wie auch als Privatperson?


Im Prinzip nicht anders, als bei jedem anderen Menschen auch. Ich stehe morgens auf, ich gehe zur Arbeit, komme irgendwann wieder und erledige ein paar häusliche Pflichten. Anschließend fahre ich ggf. noch zu meiner Freundin (die ich an dieser Stelle gerne Grüßen möchte!), schaue mir eine Sendung im TV an oder wir gehen irgendwo hin und unternehmen etwas und gehen dann ins Bett. Am nächsten Tag wiederholt sich das Ganze. Etwas eintönig, aber es füllt meinen ganzen Tagesablauf voll und ganz. Als DJ sieht das ganze etwas anders aus. Vor einem Gig oder meiner Radioshow nehme ich mir meist 2 bis 3 Stunden Zeit, um mein Set vorzubereiten und eventuelle Ausweichmöglichkeiten zu überlegen. Das geht dann über Trackauswahl, die sich von einem vorherigen Set unterscheiden sollte (somit möchte ich jedes Set individuell gestalten), über Setaufbau zu den geplanten Moderationsstrecken. Ab und zu kommt es vor, dass ich während meiner Show auch Specials habe, die ich einfügen muss. Zum Beispiel ein Gewinnspiel. In diesem Fall suche ich mir auch geeignete Tracks aus, in denen ich in Ruhe die Regeln vortragen oder den Gewinner bekannt geben kann. Bei sich immer wiederholenden Dingen spreche ich mir auch im Vorfeld eigene Jingles ein, die dann noch etwas im Sequencer bearbeitet werden. Wichtig ist natürlich auch Werbung für das bevorstehende Event. Sei es über diverse Social Networks, oder im Gespräch mit anderen Personen ganz nebenbei ein Wort darüber verlieren. Ist die Show erst mal vorüber, dann habe ich allerdings noch lange nicht Feierabend. Nachdem der Nachfolger dann die Sendung oder den Club übernommen hat, beginnt für mich die Nachbearbeitung des Auftritts. Das fängt unteranderem damit an, dass ich die Playlist veröffentliche und in einem eigenen, bisher noch unveröffentlichten Playlist-Katalog eintrage. Alle meine Shows und Auftritte werden zudem im Internet veröffentlicht, damit man sie zu jederzeit wieder anhören kann. Das bietet vor allem Fans meiner Show einen großen Vorteil, die einmal nicht live dabei sein können, aber dennoch keine Sendung verpassen möchten. Sind mir während des Sets Besonderheiten aufgefallen, dann wird das Set durchgehört und bewertet (auch „Air Check“ genannt), finde ich einen Fehler oder eine Stelle, die nicht ganz Rund ist, dann versuche ich es zu korrigieren, da sich ab und zu ein Fehler im DJ Setup einschleicht, den es dann gilt zu korrigieren. Erst dann ist auch für mich Feierabend.


Welche Träume hast du, die du dir gerne verwirklichen möchtest? Oder gibt es Ziele, die dir sehr wichtig sind, auf die du hin arbeitest?


Ich träume schon längere Zeit von einem eigenen professionellen Ton- und Sendestudio, von wo aus ich ungestört meine Musik produzieren oder auch meine Show auf 54house.fm übertragen kann. In meinem Kopf habe ich alles schon genau geplant, wie es aussehen soll und was damit passiert, wenn ich mal nicht im Studio bin. Die Ausstattung ist noch nicht ganz klar, da ja ständig neue Produkte auf den Markt kommen, aber dafür stehen die wichtigsten Dinge schon fest: Eine kleine Küche für den Hunger zwischendurch und ein kleiner Chill-Out Bereich für Gäste.
(lacht)


Weitere Informationen über DJ Skyline findet ihr unter:
http://www.dj-skyline.de
http://www.myspace.com/dj-skyline

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